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Veranstaltungsberichte
26. Bundesversammlung des BSH vom 30.09.2011 - 02.10.2011 Auch dieses Jahr tagte die Bundesversammlung des Bundesverbandes Sicherheitspolitik an Hochschulen, wieder in Berlin, zu der wir zum zweiten Mal in Folge zwei Delegierte entsenden durften: Sascha Vugrin und Yacine Ghoggal. Auf der 26. Bundesversammlung des Dachverbandes unseres Vereins, wurde u.A. ein neuer Bundesvorstand gewählt. Der bisherige und noch bis Ende November amtierende Bundesvorsitzende Andreas Ahammer war sichtlich erleichtert, dass ihm die Verantwortung und die Arbeit für den Verband nun abgenommen wird und Alexander Schröder, der vorherige Bundespressesprecher des BSH, sein Amt, gemeinsam mit einem völlig neuem Team aus Stellvertretern, übernimmt. Als neu gewählte Stellvertretende Bundesvorsitzende übernimmt Maike Res in Zukunft die Organisation der Exkursionen, z.B. zum UN Stabsoffizierlehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr und die Exkursion zum Zentrum für Innere Führung in Koblenz. Als Stellvertretender Bundesvorsitzender wurde außerdem gewählt Stefan Held. Er wird die Veröffentlichungen des BSH betreuen, darunter BSH-News und die WiSi-Publikationen. Das Team wird vervollständigt durch Christian Kollotzek, welcher die Organisation und die Verantwortung für die restlichen Veranstaltungen übernimmt, z.B. für die Grund- und Aufbauakademie. An dieser Stelle beglückwünscht der ASS Augsburg e.V. noch einmal die neu gewählten Mitglieder und wünscht ihnen viel Glück bei ihrer nun bevorstehenden Aufgabe und hofft auf gute Zusammenarbeit. Auf der Bundesversammlung wurden zudem 13 Anträge behandelt, von denen fünf förmlicher Art waren und eine Änderung von Satzung oder Geschäftsordnung zur Folge hatten und acht Stück inhaltlicher Art. Der ASS Augsburg war mit seinen Delegierten auch bei dieser Bundesversammlung wieder besonders aktiv. Sie bereiteten vor der Versammlung sieben eigene Anträge vor. Zudem traten noch weitere Hochschulgruppen an sie heran und baten sie darum, noch zwei weitere Anträge mitzutragen. Unter Anderem konnte der ASS Augsburg erreichen, dass der Bundesvorstand zukünftig die Verwendung von Geldmitteln offenlegen muss oder auch die zu behandelnden Anträge, den Delegierten schon im Vorfeld der Versammlung zugesendet werden. Auch ein Agreement mit dem Bundesvorstand, dass Gelder die der BSH vom VdRBw erhält, mehr den Hochschulgruppen zukommen sollen, konnte erzielt werden. Unsere datenschutzrechtlichen Bedenken, hinsichtlich der Teilnehmerlisten, die der Bundesverband bei der Zusage von Geldmitteln für die Hochschulgruppen verlangt, teilten die Delegierten der Versammlung und verpflichteten den BuVo sich für eine weniger restriktive Handhabung bei der Geldmittelvergabe beim Verband der Reservisten der Bundeswehr einzusetzen. Auch das 100-Seitige Executive Summit, welches der Bundesvorstand den Delegierten zwei Wochen zuvor zukommen ließ, ließ viele Fragen offen. Der ASS Augsburg tat sich auch hier hervor und stellte dem Vorstand ca. 20 Fragen zu dem Rechenschaftsbericht. 10 Weitere konnten schon Vorfeld ausgeräumt werden. Nicht alle Ursprünglich angedachten und vorbereiteten 50 Fragen wurden gestellt, da diese, wie man im Vorfeld erkennen konnte, zu Streitereien während der Sitzung geführt hätten und den Bundesverband nicht voranbringen konnten. Abgerundet wurde das Programm durch diverse Vorträge, u.A. gab uns Stefan Schumacher vom Institut für Sicherheitsforschung einen Einblick in den digitalen Untergrund und die aktuelle Gefahrenlage im Internet. Als Fazit können wir sagen, dass wir den BSH ein gutes Stück vorangebracht haben und davon gerade als Hochschulgruppe weiter profitieren werden. Die Kontakte die wir knüpften, werden uns nicht nur in privater, sondern auch in fachlicher Hinsicht, von Vorteil sein.
Bericht zur Wehrgeschichtlichen Lehrsammlung der Offiziersschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck am 25.05.2011 Am 25.05.2011 machte sich eine überschaubare Gruppe des ASS Augsburg e.V. auf den Weg nach Fürstenfeldbruck. An der dort stationierten Offiziersschule der Luftwaffe wartete eine eindrucksvolle Sammlung deutscher Militärgeschichte auf die Teilnehmer. Oberstleutnant Gutbier, der Leiter der WGLS, lieferte eine anschauliche Führung durch Unmengen an Modellen, Schautafeln und restauriertem Militärinventar, an welchem er nicht nur die militärische Historie Deutschlands näherbrachte sondern insbesondere anhand der sich seit dem kalten Krieg ändernden Ausstattung der Bundeswehr Bögen schlug, zu der aktuellen Debatte über die Umstrukturierung der Bundeswehr und ihrem neuen Aufgabenspektrum. Auch die Abschaffung der Wehrpflicht wurde mittels alter Werbespots thematisiert und anschließend bei einem Kaffee reichlich diskutiert. Mit vielen neuen Eindrücken und Blickwinkel kehrten die Teilnehmer noch am selben Tag nach Augsburg zurück und waren sich einig: eine mehr als lohnenswerte Investition ihrer kostbaren Zeit. Bericht zur Veranstaltung: "Bosnien und Herzegowina - Der vergessene Krieg" am 17.05.2011 In Zusammenarbeit mit dem GFW Augsburg fand am 17.05.2011, eine Veranstaltung mit dem Titel: Bosnien Herzegowina - Der vergessene Krieg statt. Als Referent war zugegen, Dr. Walter Laudes, als damals noch designierter Vorsitzender des GFW Sektion ???. Als Jahrelanger Mitarbeiter des hohen Repräsentanten der UN in Bosnien und Herzegowina und auch damaliger Mitarbeiter der OECD, promovierte er zu diesem Themenkreis und konnte uns demnach einen tiefen Einblick in die politische, historische, rechtliche und sozio-kulturelle Situation in diesem Krisengebiet gewähren. Wir danken ihm für den interessanten Vortrag und die anschließende Diskussion im Plenum. Auch in Zukunft freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem GFW und sind gespannt auf die nächsten Vorträge im Offizierscasino in Lagerlechfeld. Bericht zur Veranstaltung „Der neue Personalausweis – Gewinn oder Gefahr?“ Am 12. Januar 2011 richtete die Hochschulgruppe des Außen- und Sicherheitspolitischen Studienkreises Augsburg e.V. in Kooperation mit dem Thinktank Augsburg eine Veranstaltung zum Thema „Der neue Personalausweis – Gewinn oder Gefahr?“ im Hörsaal 2001 der juristischen Fakultät der Universität Augsburg aus. Da seit November 2010 von den Bürgerämtern und Meldebehörden nur noch ausschließlich der neue Personalausweis ausgegeben wurde, bot es sich aus aktuellem Anlass an, eine solche Veranstaltung anzubieten, da bei vielen Menschen noch akute Unsicherheit über die Nutzung, Sicherheitsrisiken und den grundsätzlichen Zweck des neuen Personalausweises herrschte. Dazu waren Manuel Wiedner, Softwareentwickler im Bereich Onlinedienste und Harald Kümmerle, Mathematikstudent mit Nebenfach Informatik, Schwerpunkt Kryptographie, als Referenten von außerhalb geladen, die zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden und Studenten der Rechtswissenschaften Yacine Ghoggal einen Vortrag zum Einstieg in die Thematik hielten. Nach einer kurzen, aber grundlegenen Einführung die sich mit den Neuheiten und Gebühren befasste, stellte Manuel Wiedner im zweiten Teil des Vortrags die technischen Details des neuen Personalausweis, seiner Zubehörteile wie den Lesegeräten aller Sicherheitsklassen, sowie der AusweisApp vor. Auch wurden mögliche Einsatzgebiete der neuen Funktionen aufgezeigt und nach Möglichkeit demonstriert. Im dritten Abschnitt drehte sich dann anschließend alles um die Sicherheit des neuen Ausweisdokuments, mögliche Gefahren der Nutzung und Konstruktionsmängel. Dazu war es unerlässlich, dass Harald Kümmerle tiefergehende Einblicke zum Thema Kryptographie und die angewendeten Verschlüsselungstechniken zur Sicherung von Informationen auf der Chipkarte des E-Perso gab. Im Vorfeld der Einführung des Ausweises gab es große Zweifel an seiner Sicherheit gegenüber Hackerangriffen und Missbrauchsmöglichkeiten. Aus dem Grund war dieser Punkt ein wesentlicher Aspekt des Vortrags, der auch dementsprechend ausführlich dargestellt wurde. Da die Einführung des neuen Personalausweises außerdem ein vollkommen neues Personalausweisgesetz beinhaltete, welches das ehemalig Bayerische und Bundespersonalausweisgesetz ablöste, legte Yacine Ghoggal diese Änderungen umfassend im vorletzten Abschnitt dar. Zum Schluss gab es noch einen theoretischen Ausblick in die Zukunft, um mögliche weitere Einsatzgebiete und Funktionen für den neuen Personalausweis aufzuzeigen, jedoch wurde dabei für die Diskussion vieles offen gelassen, da sich der Vortrag um die Fakten drehen sollte. Es sollten dabei nur einige Szenarien, die Momentan schon konkretere Formen annehmen, behandelt werden, die die Bürgerrechte einschränken könnten. Zudem ist noch nicht ersichtlich, wie die Wirtschaft mit dem neuen Ausweis umgehen wird und Einsatzmöglichkeiten schafft, aus denen zusätzliche Gefahren entstehen könnten. Nach dem Vortrag ergab sich mit Schwerpunkt auf diesem zukünftigen Aspekt eine Frage- und Diskussionsrunde, die von den Zuhörern auch intensiv genutzt wurde, denn viele Teilnehmer waren immer noch verunsichert von der neuen Technik des E-Perso und möglichen Gefahren. Auch der Sinn und Zweck eines neuen Personalausweises wurde kritisiert, mögliche Sicherheitslücken angemahnt und es ergab sich die Frage, ob bestimmte Funktionen nicht anderweitig integriert und ausgeführt hätten sein können oder sogar sein müssen. Insgesamt war der Vortrag ein voller Erfolg, denn das Publikum erschien zahlreich, war interessiert am Thema und engagiert in der Diskussion. |